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Nr. 3 / 2021 - September bis November 2021

Gemeindebrief 2021/03 zur Ansicht und zum Download als PDF

Liebe Gemeindeglieder,
liebe Leserinnen und Leser!

"Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und bleibt doch durstig; ihr kleidet euch, und keinem wird warm; und wer Geld verdient, der legt´s in einen löchrigen Beutel."

Haggai 1,6

Gegen Ende des Sommers begegnet uns im Monatsspruch September ein durch den Propheten Haggai mitgeteiltes Gottes-wort. Während wir auf ein paar warme Tage im Herbst und das Abklingen der Pandemie hoffen, erinnert uns Gott an die gelegentliche Vergeblichkeit menschlichen Tuns. Im Jahr 520 vor Christus wird ein Zusammenhang hergestellt zwischen dem gegenwärtigen und zukünftigen Wohlergehen des Gottesvolkes und dem Wiederaufbau des 587/6 vor Christus zerstörten Tempels in Jerusalem. Der Perserkönig Kyros hatte schon 538 v. Chr. verfügt, dass der Tempel wieder aufgebaut werden soll. Doch 18 Jahre später war wenig geschehen. Deshalb bringt Haggai Dürren und Missernten seiner Zeit in Verbindung mit dem stockenden Wiederaufbau.

Wie die Menschen damals befinden auch wir uns in einer Phase des Wiederaufbaus: Wir lernen neu, uns zu begegnen, wir hoffen auf die Wiederbelebung des gesellschaftlichen Lebens und der Wirtschaft, wir blicken besorgt nach Afghanistan und vielleicht mit Spannung auf die Bundestagswahl. Und der eine oder die andere fragt sich vielleicht auch, warum uns die Pandemie trifft, warum die Flutkatastrophe die Früchte menschlicher Arbeit, ja Menschenleben vernichtet. Verfolgt Gott, wenn es ihn denn gibt, mit all dem ein Ziel oder müssen wir uns die Missstände selber zuschreiben? Ist die Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen und die Vernichtung der Artenvielfalt Mitschuld an der Pandemie? Haben wir zu nah am Wasser gebaut?

Haggai sieht im Tempel mehr als den Ort des Gottesdienstes. Der Wiederaufbau des Tempels und das Wohlergehen des Volkes hängen für ihn zusammen. Auch wenn wir den Zusammenhang zwischen kirchlichen Gebäuden und unserem Wohlergehen nicht so eng sehen: Die alten Worte fragen nach unserer Gottesbeziehung und nach dem Sinn unseres Handelns, fordern uns neu heraus.

Ihr Pfarrer Johann-Christian Grote

Gemeindebrief 2021/03 zur Ansicht und zum Download als PDF

Nr. 2 / 2021 - Juni bis August 2021

Gemeindebrief 2021/02 zur Ansicht und zum Download als PDF

Liebe Gemeindeglieder,
liebe Leserinnen und Leser!

"Geh aus mein Herz und suche Freud", dieses bekannte Sommerlied finden wir auf der Rückseite unseres Gemeindebriefes. Es stammt von Paul Gerhardt. Es motiviert uns hinauszugehen und die Schönheiten der Natur zu betrachten, uns an ihnen zu erfreuen und sie als Gottes gute Gaben wahrzunehmen. Es ist ein Lied, das uns geradezu zum Schöpferlob herausfordert. "Ich selber kann und mag nicht ruhn, des großen Gottes großes Tun erweckt mir alle Sinnen."

Hinausgehen in die Natur, das war in der letzten Zeit ja durchaus möglich, aber am besten allein oder zu zweit. Mit anderen hinausgehen, ausgehen und sich treffen, das hat uns hingegen gefehlt. Ja, dass es bei uns mal Kontaktbeschränkungen geben würde, wer hätte das gedacht?

"Geh aus mein Herz und suche Freud!" Mich hat dieses Lied immer motiviert auf die Schönheiten der Natur zu blicken. Aber es hat mir zugleich vor Augen geführt, dass ich vieles für zu selbstverständlich halte, vielleicht gar nicht so richtig zu schätzen weiß, achtlos an so manchem Wunder der Natur vorbeigegangen bin.

Und hier gibt es vielleicht einen Zusammenhang mit der Zeit der Pandemie, hat sie doch ganz viele Dinge in unserem Leben, die für uns Normalität waren, in einem anderen Licht erscheinen lassen. Das Treffen mit der ganzen Familie, das Zusammensein mit Freunden und Bekannten, der Restaurantbesuch, die Möglichkeit zu feiern oder in Urlaub zu fahren ..., als wir es nicht mehr hatten, wurde uns bewusst, wie wichtig es uns war. Und dass sich Schülerinnen und Schüler wieder auf die Schule freuen, wer hätte das gedacht?! Wir wünschen uns unsere Normalität zurück. Denn wir haben gespürt, wie sehr wir das vermissen, was für uns so selbstverständlich war, dass wir es schon gar nicht mehr wirklich beachtet haben. „Geh aus mein Herz und suche Freud!“ Sei dankbar für das, was dir geschenkt ist, betrachte es nie als selbstverständlich, lass nicht alles zur Routine werden in deinem Leben und erfreue dich daran und vergiss dabei auch den nicht, der dir all deine Lebensmöglichkeiten geschenkt hat!

Es grüßt Sie

Ihr Pfarrer Karsten Malz

Gemeindebrief 2021/02 zur Ansicht und zum Download als PDF

Nr. 1 / 2021 - März bis Mai 2021

Gemeindebrief 2021/01 zur Ansicht und zum Download als PDF

Liebe Gemeindeglieder,
liebe Leserinnen und Leser!

"Jesus antwortete: Ich sage euch: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien."

Lukas 19,40

Jesus wendet sich mit seiner Zurechtweisung an die Pharisäer. Sie wollen, daß Jesus seinen Jüngern das Lob Gottes verbietet. Jesus zieht in Jerusalem ein und seine Anhänger und Anhängerinnen sehen in ihm den Sohn Gottes, loben laut den Retter der Welt. Das ist den frommen Zeitgenossen ein Dorn im Auge: Dass Gottes Sohn auf einem Eselsfüllen in der Hauptstadt Israels einzieht, das scheint undenkbar. Doch Jesus greift auf ein Wort aus dem Buch des Propheten Habakuk (2,11) zurück. Vielleicht kann man Menschen den Mund verbieten, doch Gott lässt sich nicht aufhalten. Letztlich wird sein Wille geschehen.

Zweimal hören wir im Kirchenjahr von Jesu Einzug in Jerusalem. Zu Beginn der Advents- und zu Beginn der Passionszeit. Der bejubelte Sohn Gottes reitet auf einem Lasttier seiner Kreuzigung entgegen. Hohn und Spott, Schmerzen und Gewalt wird er erleiden. Manche Hoffnung wird er enttäuschen und viele Erwartungen nicht erfüllen. Es geschieht nicht immer sofort und problemlos das, was Menschen sich erhoffen und wünschen. Die Passionszeit erinnert mit ihren Geschichten an das Leiden Jesu im Besonderen und an menschliches Leiden im Allgemeinen.

Nach einem Jahr Coronapandemie ist uns das Verzichten und vielleicht auch das Leiden nicht fremd. Die Einschränkungen im Alltag und die Kontaktverbote erschweren unser Leben, führen zu Einsamkeit. Telefonate und Briefe, Internet-Konferenzen und Lieferdienste helfen da nur bedingt. Vielleicht können wir die Berichte und Sendungen zum Thema Corona nicht mehr lesen, hören und sehen. Möchten fliehen aus dieser lange anhaltenden und bedrohlichen Situation. Das Leben verläuft manchmal nicht so, wie wir es uns wünschen. Diese bittere Erfahrung verbindet uns mit der Leidenszeit Jesu. Sie verbindet uns aber auch mit der Einsicht, dass letztlich Gottes Wille geschieht, seine Gnade und Barmherzigkeit sich durchsetzt. Am Ende wird sein Lob Erde und Himmel erfüllen!

Ihr Pfarrer Johann-Christian Grote

Gemeindebrief 2021/01 zur Ansicht und zum Download als PDF

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