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Nr. 4 / 2020 - Dezember 2020 bis Februar 2021

Gemeindebrief 2020/04 zur Ansicht und zum Download als PDF

Liebe Gemeindeglieder,
liebe Leserinnen und Leser!

Ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende zu und mit dem bevorstehenden Jahresende sind auch die Tage kurz und die Nächte lang. Wir entzünden Kerzen und Lichter auf Adventskränzen und Weihnachtsbäumen, um die Finsternis aus unseren Wohnungen zu vertreiben.

Doch in diesem Jahr erscheint die Finsternis der Nacht umso dunkler, da es von der immer noch andauernden Covid-Pandemie und der religiös motivierten Gewalt in Europa überschattet wird und wir müssen die Dunkelheit nicht nur aus unseren Wohnungen, sondern auch aus unseren Herzen vertreiben.

Vor nunmehr 2020 Jahren wurde in Bethlehem die Geburt eines Kindes einfacher Handwerksleute durch einen Stern angekündigt, der hell über dem Ort schien und Menschen von überall her an diesen Ort führte. Dieser Stern schien in einer Zeit voller politischer Turbulenzen. Im heutigen Israel stritten sich verschiedenste religiöse und politische Gruppierungen um die Deutungshoheit von heiliger Schrift und den richtigen politischen Weg. In Rom ging die jahrhundertealte Demokratie nach Jahrzehnten des Krieges und vor allem Bürgerkrieges mit dem ersten römischen Kaiser Augustus ihrem Ende entgegen und auch hier waren die Menschen in ihren Ansichten tief gespalten. In diese Zeit des Tumultes trat nun ein Mann, der von sich selbst spricht: "Ich bin als Licht in die Welt gekommen, auf dass, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe" (Joh 12,46).

Seit nunmehr 2020 Jahren feiern wir Christen den Sieg des Lichtes Jesu Christi, unseres Herrn, über die Finsternis, den Sieg des Lebens über den Tod und der Wahrheit über die Lüge. Die Kerzen und Lichter, die wir entzünden, sollen daran erinnern. Doch müssen wir uns selbst auch daran erinnern, dass dieses Licht auch in unseren Herzen brennt. Wir selbst bewahren auf das Geheiß Jesu hin das Licht durch unsere Worte und Taten, indem wir Wahrheit und Gerechtigkeit fördern und Trost und Hoffnung spenden, wo Leid und Tod drohen.

Der Sieg dieses Lichtes mag jährlich gefeiert werden, doch sind wir nicht nur Feiernde, sondern jene, die aktiv an ihm mitwirken, Seite an Seite miteinander und füreinander, vereint im Glauben an Gott, der als Mensch und als Licht der Welt zu uns gekommen ist.

Es grüßt Sie und wünscht Ihnen eine besinnliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes neues Jahr!

Ihr Vikar Daniel Hülsken

Gemeindebrief 2020/04 zur Ansicht und zum Download als PDF

Nr. 3 / 2020 - September bis November

Gemeindebrief 2020/03 zur Ansicht und zum Download als PDF

Liebe Gemeindeglieder,
liebe Leserinnen und Leser!

Anfang Oktober feiern wir Erntedank. Da wollen wir Gott Dank sagen für seine gute Schöpfung und die Lebensmöglichkeiten, die uns gegeben sind. Zugleich werden wir an Erntedank aber auch an die Verantwortung erinnert, die wir Menschen für die Schöpfung haben. Wir tragen nämlich Verantwortung dafür, dass die Vielfalt der Natur, unser Lebensraum und die Lebensräume unserer Mitgeschöpfe erhalten bleiben.

Ich habe vor einigen Tagen eine junge Frau getroffen, die zeigte mir ihren Garten. Und dieser Garten erinnerte mich sogleich an die Vielfalt der Schöpfung Gottes und das Nebeneinander und Miteinander dieser Vielfalt: Blumen, Obstbäume, Gemüsebeete, ein Bereich für Bienen und andere Insekten, ein Bereich für Vögel und ein Bereich für die Kinder zum Spielen und die Erwachsenen zum Entspannen. All das hatte die junge Familie bei der Gestaltung ihres Gartens berücksichtigt. Auch andern Lebewesen ihren Lebensraum und ihre Lebensmöglichkeiten lassen, das liegt in unserer Verantwortung, sich entfalten, aber auch die Mitgeschöpfe nicht außer Acht lassen.

Das gilt übrigens auch für unser zwischenmenschliches Miteinander. Wir neigen ja zuweilen dazu, uns auszubreiten, unsere Freiräume zu beanspruchen, aber die Freiräume des anderen respektieren wir dabei nicht. Dass unsere Freiheit aber nur so weit gehen darf, dass sie die Freiheit des anderen nicht einschränkt, das ist eine menschliche und zugleich eine christliche Weisheit. Freiheit des Einzelnen bedeutet eben auch Verantwortung für das Ganze. Wer sich auslebt, ohne darüber nachzudenken, wem er damit schaden könnte, der handelt hingegen verantwortungslos. Ich denke auch und gerade in der Corona-Zeit wünschen wir uns alle Freiheit, aber auch und gerade jetzt ist Rücksichtnahme wichtig. Wir leben nicht allein auf dieser Erde, uns sind andere Menschen an die Seite gestellt, mit demselben Recht auf Freiheit, das auch wir haben. Nur wenn wir das erkennen und respektieren, ist ein freiheitliches und friedliches Miteinander möglich.

„Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in der ganzen Welt. Alle sollen dich erkennen. Du überträgst mir Verantwortung. Du gibst mir die Freiheit zu entscheiden. Ich lebe in deiner Schöpfung und soll sie nutzen und bewahren. Achte auf mich, Gott, damit ich auf deine Schöpfung achte.“

nach Psalm 8

Ihr Pfarrer Karsten Malz

Gemeindebrief 2020/03 zur Ansicht und zum Download als PDF

Nr. 2 / 2020 - Juni bis August

Gemeindebrief 2020/02 zur Ansicht und zum Download als PDF

Liebe Gemeindeglieder,
liebe Leserinnen und Leser!

„Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder.“ 1. Könige 8,39

Der Monatsspruch für Juni findet sich im Gebet Salomos zur Tempeleinweihung. Gleich zwei Mal wird uns von dieser Einweihung berichtet, auch im zweiten Buch der Chronik lesen wir ab Kapitel 5 davon. Salomo geht davon aus, dass im Tempel künftig gebetet wird und Gott im Himmel wohnt. Jeder Mensch, der eine Plage in seinem Herzen spürt, kann zu ihm beten, kann zum Haus Gottes die Hände heben. Und Gott, der die Herzen aller Menschenkinder kennt, wird um Gnade angerufen.

Gerade in diesen Monaten werden Menschen Ängste und Sorgen in ihren Herzen spüren. Wir fürchten um die Gesundheit unserer Familien, viele haben Angst vor dem drohenden Verlust des Arbeitsplatzes, die Zukunft scheint ungewiss. Mit der Corona-Pandemie haben die meisten nicht gerechnet. Wo und wie spüren wir jetzt die Gegenwart Gottes? Und braucht es einen festen Ort und feste Zeiten und Rituale, um die Gegenwart Gottes und seine Hilfe zu spüren? Braucht es äußere Rahmenbedingungen, damit unser Innerstes angerührt wird, um Lob, Klage und Fürbitten vor Gott zu bringen? Das Volk Israel hat im Jahreslauf bestimmte Zeiten und Ereignisse genutzt, um Feste zu feiern, Gott zu danken und ihn zu bitten. Angelehnt an die Jahres- und Erntezeiten kam man zusammen, hörte auf das Wort der Bibel und feierte Gottes Bund mit seinem Volk Israel.

Wenn wir in diesen Zeiten zu Gott beten, der die Herzen und damit unsere Hoffnungen und Sorgen kennt, dann dürfen wir uns auf Jesus Christus berufen. Lob, Dank und Klage sind bei ihm gut aufgehoben. Er hat seinen Leib als Tempel bezeichnet (Johannes 2,21) und wir dürfen wissen, dass der Heilige Geist auch in uns wohnen will (1. Korinther 6,19). So können wir allein oder gemeinsam in seinem Namen beten, wann, wie und wo immer wir wollen und dürfen wissen und spüren: Wir haben einen gnädigen Gott an unserer Seite.

Ihr Pfarrer Johann-Christian Grote

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Nr. 1 / 2020 - März bis Mai

Gemeindebrief 2020/01 zur Ansicht und zum Download als PDF

Liebe Gemeindeglieder,
liebe Leserinnen und Leser!

Mit der beginnenden Frühlingszeit kehrt das Leben in die Natur zurück. Pflanzen beginnen zu wachsen und zu grünen und erfreuen uns mit ihrer Blütenpracht. Die Wasservögel des Harkortsees bekommen Nachwuchs und die Tage werden heller und wärmer. Auch das Osterfest feiert die Rückkehr des Lebens, die Auferstehung Jesu Christi und mit ihr die Verheißung, dass auch unser Tod nicht unser Ende bedeutet. Doch wäre die Auferstehung billiger Trost, wenn sie das Leid und den Tod der Menschen nicht ernst nähme und ihn mit grellbunten Farben des Frühlings einfach überpinseln würde. Der Tod uns nahestehender Menschen schmerzt uns in nicht unerheblichem Maße und auch unser eigenes Ende wird nicht mit einem Ausflug auf den Ponyhof vergleichbar sein. Wie vermessen wäre es, würde unsere Kirche oder auch Gott selbst, dies beiläufig übergehen.

Doch Gott übergeht dieses Leid nicht, er hat sich ihm als Mensch, als einer von uns, mit allen menschlichen Schmerzen und Ängsten ausgesetzt. Er ist diesen Weg vor uns vorangegangen und daran erinnert die beginnende Passionszeit, die an Karfreitag in der Erinnerung an den Kreuzestod Jesu ihren Höhepunkt findet. Und doch endet die Geschichte des Menschen Jesus nicht mit seinem Tod, er hat dem Tod nicht das letzte Wort überlassen. Und jenen, die an ihn glauben, verheißt er mit den Worten, die er an die Schwester des verstorbenen Lazarus gerichtet hatte: "Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt, und wer lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben".

Liebe Leserinnen und Leser,

Ostern ist nicht die Feier des Lebens anstelle des Todes, sondern die Feier der Rückkehr des Lebens und in das Leben trotz des Todes. Wir verbleiben nicht in der Hand des Todes, wir werden nicht übersehen, weil wir uns vielleicht selbst nicht für bedeutend genug halten oder denken, wir seien zu schlechte Menschen, um selbst errettet zu werden. Denn auch dem Verbrecher, der mit Jesus nach eigenen Worten zu Recht gekreuzigt wurde und der nicht bedeutend genug war, dass sein Name in einem der Evangelien genannt wird, verheißt Jesus: "Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein".

Die Natur kehrt im Frühling ins Leben zurück und wir feiern an Ostern die Auferstehung Jesu Christi ins Leben und mit ihr die uns verheißene eigene Auferstehung. Wir glauben, dass der Tod nicht das Ende des Lebens, sondern dass das Leben das Ende des Todes ist, denn der lebendige Gott, der Ihnen dies verspricht, will mit jedem und jeder von Ihnen sein, liebe Leserinnen und Leser.

Es grüßt Sie und wünscht Ihnen eine besinnliche Passionszeit und ein frohes Osterfest!

Ihr Vikar Daniel Hülsken

Gemeindebrief 2020/01 zur Ansicht und zum Download als PDF

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